GASLEITUNG UNDICHT? SCHNELLE HILFE OHNE STEMMARBEITEN!

Undichte Gasleitungen sind eine große Gefahr. Deshalb sperrt das Gaswerk die Zuleitung meist sofort nach Entdeckung eines Lecks. Dann gilt es, die defekte Leitung so schnell wie möglich zu reparieren – damit Heizung, Warmwasserbereitung und Kochen wieder möglich sind.

Undichte Gasleitung: Ursache und Ausmaß des Schadens feststellen – Maßnahmen planen

Zuerst muss abgeklärt werden, wo genau und weshalb die Leitung undicht ist. Danach wird die Leckrate gemessen – also wieviel Gas austritt. Außerdem ist wichtig, ob die Leitungen geschraubt sind oder durch Löten bzw. Schweißen verbunden wurden.

Bei geschraubten Leitungsverbindungen kann das Dichtmittel im Gewinde durch Verschleiß, Austrocknung, Beschädigung oder mangelhaften Einbau seine Wirksamkeit verlieren und ein Leck verursachen. Früher konnten derartige Defekte nur durch aufwendige Sanierungsarbeiten behoben werden. Dies war zumeist mit umfangreichen Stemmarbeiten verbunden, die jede Menge Lärm und Schmutz verursachten und mehrere Tage dauerten.

Gaslecks in Gewindeverbindungen werden „von innen“ verschlossen – schnell und sauber

Mit einem schonenden Abdichtverfahren kann eine schadhafte Gasleitung zumeist in einem Tag repariert werden. Hierzu wird eine lösemittelfreie Kunststoff-Dispersion – bei Korkisch wird die Marke Prodoral R6-1 verwendet – unter Druck in die Leitung geflutet, sodass sie bis in die undichten Gewindeverbindungen eindringt. Diese werden dadurch gasdicht verschlossen und können nach der Kommissionierung durch das zuständige Gaswerk wieder gefahrlos in Betrieb genommen werden.

Die einzelnen Schritte des Verfahrens – inkl. Dichtheitsprüfung der Gasleitung

Als erstes werden an allen Gasentnahmestellen die Geräte abgeschlossen und Entlüftungshähne eingeschraubt. An der tiefsten Stelle der Hauptleitung wird ein Anschlusshahn montiert, danach die gesamte Anlage mittels Stickstoff-Überdruck von Rostpartikeln und Staub befreit.

Abdichtverfahren Gasleitung © Korkisch Haustechnik


Bild 1: Eine mit Stickstoff betriebene Membranpumpe saugt das Dichtmittel aus dem Behälter und füllt die komplette Leitung damit. Dies geschieht mit einem Druck von 3 bar, der durchschnittlich zwischen 45 Minuten und 2 Stunden aufrecht gehalten wird – je nach Durchmesser und Länge der Leitungen.

Bild 2: Nach Ablassen des Drucks wird das restliche Dichtungsmittel mit Stickstoff aus den Leitungen entfernt und in einem Behälter aufgefangen. Noch verbliebene Reste des Prodoral werden mit zylindrischen Schaumstoffschwämmchen, sogenannten „Molchen“, entfernt, die ebenfalls mit Stickstoff oder Druckluft durch die Leitung gedrückt werden.

Bild 3: Die Leitungen werden mittels Heißluftgebläse sorgfältig getrocknet. Das ist unbedingt erforderlich, damit nachtropfendes Dichtmittel nicht in Gaszähler oder Geräte gelangen kann und diese verstopft oder verklebt. Je nach Länge und Dimensionierung der Leitungen kann der Trockenvorgang 3 bis 6 Stunden dauern.

Bild 4: Nach ausgeführtem Temperaturausgleich wird die Dichtigkeitsprüfung durchgeführt – mit einem Druck von 150 mbar und einer Dauer von 10 Minuten, überwacht durch ein Prüfmanometer, das kleinste Undichtigkeiten sofort sichtbar macht.

 

Aufkleber Prodoral ©Korkisch Haustechnik

Abschließend wird am oder in der Nähe des Gaszählers ein Aufkleber angebracht, der Datum und Art des Abdichtverfahrens dokumentiert.
Vor der Wiederinbetiebnahme muss die Anlage durch das zuständige Gaswerk kommissioniert werden.

Einfach Termin vereinbaren:
Georg MAYER
, Tel.: 01/877 25 25.